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Im Handel

In den letzten Jahren hat ein noch nie da gewesener Verdrängungs- und Neuordnungsprozess im deutschen Einzelhandel begonnen.
  • Ca. 50% der inhabergeführten Geschäfte in den Ballungsräumen werden in den nächsten 5 Jahren aufgeben.

  • Die Verkaufsflächen wachsen schneller als die Umsätze. Die Flächenproduktivität nimmt ab.

  • Die "Grüne Wiese" wächst weiter. Die Innenstädte veröden.

  • Die 1A-Lagen werden weiter ausgebaut und ziehen den Umsatz aus Randlagen und Vororten in die Zentren.

  • Die Discounter erobern weitere Marktanteile und bedienen immer mehr Warensortimente.

  • Die Filialisierung schreitet massiv fort und verdrängt an vielen Orten die klassische / individuelle Handelsstruktur.

  • Die Kalkulationen stagnieren. Die Kosten und Abgaben steigen.

  • Die Bevölkerungs- und Einkommensstruktur ändert sich dramatisch.

  • Ob die Umsätze in absehbarer Zeit wieder wachsen, kann niemand mit Sicherheit vorhersagen.

  • Einkaufssender und Onlinehandel erobern immer größere Marktanteile.

  • Für inhabergeführte Geschäfte wird es immer schwieriger, die Warenbestände und notwendige Investitionen zu finanzieren (Kreditklemme).

 

Im Handel Wie reagieren Sie? Was können Sie ändern?

 

Wie reagieren Sie?

Einige Antworten:
  • Ich gebe auf.
  • Ich mache gar nichts, das bringt nichts.
  • Ich mache weiter wie immer.
  • Habe ich schon ausprobiert.
  • Ist zu teuer.
  • Es wird schon wieder besser werden.
  • Wir werden unser Konzept und die Kostenstruktur auf die geänderte Situation anpassen.
  • Uns sind diese Veränderungen bewusst und stellen uns dieser Aufgabe.
  • Segmente, in den wir nicht wettbewerbsfähig sind, haben wir aufgegeben und bauen die andern systematisch aus.
  • Wir nutzen die Möglichkeiten die das UWG uns heute bietet.

 

 

"Sonderverkauf betrifft uns nicht, das haben wir noch nie gemacht"

Wenn dieser Satz bisher für Sie Gültigkeit hatte, sollten Sie sich jetzt mit dem Thema „Sonderverkauf“ intensiv auseinander setzen. Das UWG wurde vor einigen Jahren überarbeitet und in wesentlichen Punkten gelockert. Diese Lockerungen erlauben nun den Unternehmen, Sonderverkäufe mehrfach im Jahr wirkungsvoll in begrenzten Zeiträumen durchzuführen. Es gibt dazu verschiedene Gründe und Anlässe:

Das Unternehmen benötigt Liquidität, der Warenbestand ist zu hoch, der Wettbewerb übt am Standort verstärkten Druck aus, man möchte das Unternehmen in Szene setzen, seine Präsenz auf dem Markt erhöhen, um sich vom Wettbewerber abzusetzen.

Um einen Sonderverkauf erfolgreich zu gestalten, muss dieser in Phasen ablaufen: gründliche und professionelle Planung, wohl organisierte Realisierung und nicht zu vernachlässigen sorgfältige Nachbearbeitung. Warum möchte man einen Sonderverkauf durchführen?

Bei einem Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe verfolgt man 2 Ziele: bestmöglicher Erlös und kompletter Warenabverkauf.

Handelt es sich um ein Einzelunternehmen, muss man den Namen des Unternehmens nicht mehr schützen. Ganz anders gestaltet sich die Situation bei einem Sonderverkauf, um Altwarenbestand abzubauen oder die Liquidität des Unternehmens zu verbessern.

Zunächst muss erreicht werden, dass der Altwarenbestand nachhaltig abgebaut wird und dieses durch Mehr-Umsatz und nicht einfach durch Umsatzumschichtung. Man sollte auch verhindern, dass Käufe vorgezogen werden und dass man nach der Aktion nicht in ein tiefes Loch fällt. Vor Beginn der Aktion muss die Nachlaufaktion bereits vorbereitet sein.

Es ist nicht ratsam, eine solche Art von Sonderverkäufen regelmäßig zu veranstalten. Der Kunde gewöhnt sich an die eingeräumten Rabatte und wartet auf die nächste Aktion. Somit wird der mühsam aufgebaute Name verwässert. Der größte Fehler bei der Planung einer Rabattaktion ist es, nicht für die notwendige Transparenz zu sorgen, indem man dem Kunden den Grund einer Sonderaktion nicht nennt, denn niemand glaubt einem, dass er etwas geschenkt bekommt und der normale Kunde tätigt seinen Einkauf mit Rabatt, aber es kommen nicht genügend neue Kunden hinzu, die die Einkaufsdifferenz wieder ausgleichen oder verbessern, was zur Folge hat, dass die Ertragssituation sich weiter verschlechtert.

 

Im Handel Wie reagieren Sie? Was können Sie ändern?

 

 

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Was können Sie ändern?

Sie müssen sich auf die neuen Marktbedingungen einstellen. Es ist nicht sinnvoll, nur in die Vergangenheit zu blicken. Sie müssen in die Zukunft schauen. Das, was Sie dort sehen, müssen Sie erkennen, prüfen, analysieren, bewerten und dann entscheiden, was dies für Sie und Ihr Geschäft bedeutet. Gestalten Sie Ihre Zukunft positiv. Nutzen Sie die Möglichkeiten eines Aktionsverkaufs!
  • um die Liquidität zu verbessern.
  • um Altwarenbestände abzubauen.
  • um Ihre Bekanntheit zu steigern.
  • um Marktanteile zu gewinnen.
  • um die Mittel zu schaffen, sich neu zu positionieren
    (Räumungsverkauf wegen Umbau / Sortimentsumstellung).
           

 

 
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